Kaffee vs. Espresso – Was ist der Unterschied?

Es ist eine der häufigsten Fragen, die ihr uns im Kaffeeladen stellt: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Kaffee und Espresso? Wir erklären’s euch.

Vorneweg erst mal die große Gemeinsamkeit – beides stammt von der gleichen Kaffeepflanze aus den gleichen rohen Kaffeebohnen. Den Unterschied machen lediglich Röstung und Zubereitung.

Eine gute Tasse schwarzer Kaffee

Unterschiede in Röstung und Geschmack

Die Bohnen werden für Espresso üblicherweise dunkler und länger geröstet als für Kaffee. Espresso enthält weniger Säuren als Filterkaffee, die auf den Magen schlagen können, denn diese werden während des Röstvorgangs zunehmend abgebaut.

Da Espresso aber deutlich konzentrierter in der Tasse landet als Filterkaffee, kommen geschmacklich Bitterstoffe wiederum stärker zum Vorschein. Ein Espresso besteht aus nur bis zu 25 ml, während Filterkaffee in wesentlich größeren Tassen serviert wird. Filterkaffee schmeckt im Vergleich zu Espresso nuancierter und leichter. Beim Espresso treten Röstaromen in den Vordergrund, beim Kaffee eher fruchtige Noten.

Und wer bisher geglaubt hat, so ein kleiner Espresso enthält mehr Koffein als eine Tasse Kaffee, wird sich wundern – Espresso schmeckt zwar intensiver als Kaffee, hat im Direktvergleich aber weniger Koffein, denn wir schenken uns viel weniger davon ein. Eine Tasse Kaffee macht also eigentlich wacher als ein Tässchen Espresso.

Espresso wird unter Druck aus der Siebträgermaschine gezogen

Unterschiede in der Zubereitung

Espresso wird aus der Siebträgermaschine mit hohem Brühdruck von bis zu 9 bar gezogen. Das dauert nur maximal 30 Sekunden. Filterkaffee dagegen wird ohne Druck durch Übergießen des Pulvers aufgebrüht und gefiltert, wobei die Brühdauer mit mehreren Minuten deutlich länger ist.

Eine feste Crema darf auf dem Espresso nicht fehlen

Die Crema

Berühmt ist der Espresso für seine schöne Crema, die durch Kaffeeöle entsteht. Je hochwertiger der Espresso, desto fester die Crema. Wer das Prüfen will, gibt ein Löffelchen Zucker darauf. Die Crema sollte fest genug sein, um den Zucker für ein paar Sekunden zu tragen, bevor er langsam versinkt.
Wer Kaffee aus dem Vollautomaten zieht, bekommt auch hier meist eine leichte Crema, die eher eine „Mogelpackung“ ist. Automaten sind häufig mit Ventilen ausgestattet, die den Kaffee aufschäumen. Doch normalerweise ist Filterkaffee schwarz und klar.

Weshalb sind Espressobohnen teurer als Kaffeebohnen?

Durch die intensivere Röstung geht mehr Wasser verloren und die Bohnen verlieren damit an Gewicht. Für den gleichen Inhalt einer Tüte Kaffee und einer Tüte Espresso werden im Vergleich beim Espresso in der Herstellung mehr Bohnen benötigt.

Espresso ist die Grundlage für viele Kaffeegetränke

Und was verwendet man für Kaffeegetränke?

Eigentlich ganz einfach – fast alle Kaffeespezialitäten, die mit Milch bzw. Milchschaum hergestellt werden wie Latte Macchiato oder Cappuccino werden mit Espresso gemacht. Ausnahme ist der Milchkaffee, der ja schon „Kaffee“ im Namen trägt.

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